Überblick

Endlich haben Sie die erste Woche des zweiten Trimesters Ihrer Schwangerschaft erreicht. Dies ist ein Grund zum Feiern für die meisten Frauen, da das Risiko für eine Missgeburt nach der zwölften Woche stark abnimmt und die Wahrscheinlichkeit für eine gesunde Restschwangerschaft jetzt sehr hoch ist. Sie werden sich auch sonst wesentlich besser fühlen. Schwindelgefühle und Abgeschlagenheit werden nun bald verschwinden. Obwohl Ihr Körper größer wird, werden Sie sich physisch aktiver fühlen. Nachdem die Formung aller internen und externen Organe komplett ist, wächst Ihr Baby wächst nun langsam. Der Fötus ist noch recht klein und hat ausreichend Bewegungsspielraum im Uterus. Übelkeitssymptome lassen nach und der Appetit kehrt zurück, da das Baby viele Nährstoffe aufnimmt.

 

Woche 13

Ihre Symptome: Verstopfung und Magenverstimmung sind häufige Nebenerscheinungen vom Progesteron.
Entwicklung des Babys: Die ersten weißen Blutkörperchen des Babys bilden sich (um dabei zu helfen Infektionen nach der Geburt zu bekämpfen). Die Schweißdrüsen bilden sich ebenfalls und das Baby hat einen sichtbareren Hals.
Größe des Babys: 5.4 cm (Größe einer mittelgroßen Krabbe)
Was zu tun ist: Die Gefahr einer Fehlgeburt ist zu diesem Zeitpunkt um einiges geringer, also möchten Sie vielleicht Freunden und verwandten davon erzählen.

Die Entwicklung des Babys

Das Baby ist jetzt etwa 6 bis 7 Zentimeter lang und wiegt etwa 20 Gramm. Am Ende der dreizehnten Woche sieht das Baby wie die kleine Version eines ausgewachsenen Babys aus. Der Kopf ist ziemlich groß im Vergleich zum Rest des Körpers. Die Augen kommen einander näher, da diese vorher an der Seite des Kopfes waren. Die Därme wandern jetzt mehr in den Körper hinein und die Bauchspeicheldrüse beginnt mit der Produktion von Insulin. Dies wird im späteren Leben wichtig für die Regulierung des Zuckerspiegels sein. Die Knochen des Babys werden härter. Erstmals kommt es zu Kriech- und Kletterbewegungen, welche aufgrund der geringen Größe des Fötus aber noch nicht fühlbar sind. Feine Härchen erscheinen über der Oberlippe und den Augenbrauen. Die Plazenta ist voll funktionsfähig und versorgt das Baby mit Sauerstoff, Vitaminen, Mineralen, Fetten und Proteinen. Außerdem entfernt sie Kohlendioxid und Abfallstoffe. Obwohl separat, liegen die Blutbahnen des Babys und der Mutter sehr nah zusammen. Die Plazenta ist größer als das Baby und gestattet die Migration der meisten Substanzen aus dem Blutstrom der Mutter in den des Fötus. Dazu zählen auch Alkohol, Koffein, Nikotin, Medikamente, Drogen und Viren, welche dem Baby schaden können. Zu dieser Zeit hat der Fötus zum ersten Mal Stuhlgang. Es handelt sich um eine schwarz-grüne, teer-ähnliche Substanz, welche auch Kindspech genannt wird.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

Der Uterus bewegt sich allmählich nach oben aus dem Becken heraus und nimmt damit den Druck von Ihrer Harnblase. Ihre Taille gewinnt jetzt an Umfang. Während der Uterus wächst, kann es zu leichten Schmerzen im Bauchraum kommen, welche durch die Dehnung der Bänder zustande kommen, die den Uterus umgeben. Die Schmerzen können kurz und stechend sein und etwas dumpfer im Unterbauch. Sie treten meist dann auf, wenn Sie Ihre Position verändern oder plötzlich aufstehen. Sollten Sie jedoch Krämpfe und Blutungen haben und erbrechen, sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren. Bänderschmerzen können mithilfe von Entspannungsübungen reduziert werden und indem Sie beim Positionswechsel im Sitzen oder liegen Vorsicht walten lassen. In manchen Fällen können Frauen mit einer Gebärmutterhalsschwäche diagnostiziert werden. Dies liegt vor, wenn der Gebärmutterhals während der Schwangerschaft mehr als 2,5 cm geöffnet ist. Das Risiko besteht in einer Frühgeburt zu einem Zeitpunkt zu dem das Baby noch nicht lebensfähig ist. Dieses Problem kommt nicht sehr häufig vor und kann manuell oder per Ultraschall diagnostiziert werden. Die meisten Missgeburten im zweiten Trimester sind auf Gebärmutterhalsschwäche zurück zu führen. Die Gründe für die Gebärmutterhalsschwäche können erblich bedingt sein oder mit Verletzungen zusammen hängen. Es gibt eine Behandlungsmethode bei welcher der Gebärmutterhals operativ verschlossen wird. Diese Behandlung wird meist zwischen der 14. und 16. Woche durchgeführt. Dadurch ist die Frau in der Lage das Kind auszutragen.

 

 Was ist zu erwarten?

Es kann sein, dass sich auf Ihrem Bauch, den Brüsten, am Po oder den Hüften Dehnungsstreifen bilden. Eine langsame Gewichtszunahme kann die Entstehung von Dehnungsstreifen vermindern. Dies erreichen Sie am besten durch eine gesunde Ernährung und regelmäßiger Bewegung. Obwohl Übelkeitssymptome zu dieser Zeit stark rückläufig sind, kann es dennoch zu Sodbrennen in der Mitte des Brustraums kommen. Dies geschieht, wenn das Ventil zwischen der Speiseröhre und dem Magen nicht in der Lage ist, den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre zu verhindern. Sie können dem mit Medikamenten entgegen wirken, oder Ihre Ernährungsgewohnheiten ändern. Essen Sie kleine, dafür aber häufige Mahlzeiten. Versuchen Sie auch Jogurt oder warme Milch mit Honig. Vermeiden Sie schwere, fettige und frittierte Speisen während der gesamten Schwangerschaft.

Ihre Brüste werden sich vermutlich bald vergrößern und sich schwerer und knotiger anfühlen, da die Milchdrüsen sich auf ihre spätere Funktion vorbereiten. Das Baby ist nun flexibler als zuvor und kann seinen Kopf seitlich bewegen. Sex während der Schwangerschaft schadet dem Baby nicht, da es durch das Fruchtwasser und den Schleimkopf geschützt ist, welcher den Muttermund verschließt. Sex sollte allerdings vermieden werden, wenn es in der Vergangenheit Missgeburten, Frühgeburten oder eine Gebärmutterhalsschwäche gab, oder falls Ihr Partner eine Krankheit hat, Ihre Fruchtblase geplatzt ist oder Sie vaginale Blutungen haben.