Überblick

Einer der aufregendsten Momente der Schwangerschaft ist die erste fühlbare Bewegung des Babys. Die meisten Frauen haben dieses Erlebnis zwischen der 16. und 20. Woche. Bewegungen des Babys können als eine Art Flatterbewegung im Bauchraum wahrgenommen werden. Sollten Sie während dieser Zeit keine Bewegungen spüren, so ist das noch kein Anlass zur Sorge. Möglicherweise ist es empfehlenswert eine vorgeburtliche Untersuchung durchführen zu lassen, die auf Geburtsfehler abprüft. Amniozentese oder Fruchtwasserentnahme wird für Frauen über 35 empfohlen, besonders wenn diese schon vorher Probleme mit Geburtsfehlern hatten. Der Test gibt Auskunft über Abnormitäten der Chromosomen.
Geringfügige Infektionen wie Husten und Erkältungen kommen recht häufig vor, da das Immunsystem während der Schwangerschaft etwas in Mitleidenschaft gezogen wird. Allerdings ist dies kein Anlass zur Sorge. Infektionen wie Windpocken und Röteln können Ihrem Baby schaden, je nach dem zu welcher Zeit der Schwangerschaft diese auftreten. Ihr Arzt wird wahrscheinlich einige Tests wie eine Ultraschallbehandlung, AFP oder eine Amniozentese empfehlen, um die Entwicklung des Babys zu prüfen. Sie sollten mit Ihrem Arzt auch über Bändersymptome, Frühwehen und ihre Ursachen sprechen. Sie können außerdem an einem Geburtskurs teilnehmen, bei dem Sie mehr über den Umgang mit Ihrer Schwangerschaft lernen können. Ihr Körper produziert jetzt mehr Blut, Ihr Blutkreislauf ist verstärkt und Ihr Gesicht beginnt zu leuchten. Durch die Veränderungen im Hormonhaushalt wird auch die Produktion von Fetten und Ölen angeregt, wodurch Ihr Gesicht glänzend erscheint. Sie können Hautreiniger verwenden, falls Sie Probleme mit Pickeln haben sollten.

 

Woche 16

Ihre Symptome: Sie spüren vielleicht, wie das Baby sich bewegt! Die meisten Frauen bemerken dies erstmals zwischen der 16. und der 20. Woche. Dies wird oft als Flattern oder Zucken bezeichnet.
Entwicklung des Babys: Das Baby beginnt Fruchtwasser durch seinen Atemtrakt zu bewegen, was dabei hilft, dass sich die Lungen entwickeln. Dieses Übungsatmen geschieht nur sporadisch wird aber im Verlauf der Schwangerschaft regelmäßiger.
Größe des Babys: 8,7 cm (Größe einer Avocado)
Was zu tun ist: Verbringen Sie etwas Zeit im Liegen mit Ihren Händen auf dem Bauch. Sie werden Bewegungen des Babys eher feststellen, wenn Sie sich nicht hetzen.

Die Entwicklung des Babys

Das Baby ist jetzt etwa 17 Zentimeter lang und wiegt circa 160 Gramm. Es hat jetzt mehr Bewegungsfreiheit im Uterus und wird davon Gebrauch machen. Das Baby kann mit den Händen greifen, treten und sogar Saltos schlagen. Der Saugreflex ist vorhanden und es kann sogar gelegentlich zu Schluckauf kommen. Das Baby reagiert auf visuelle Stimulation und hält seine Hände schützend vor die Augen, wenn starkes Licht einfällt. Unter seiner Haut entwickelt sich eine isolierende Fettschicht. Fötus und Plazenta haben nun die gleiche Größe. Die Genitalien sind voll entwickelt, sodass das Geschlecht des Kindes durch eine Ultraschalluntersuchung bestimmt werden kann. Kopf und Hals sind jetzt gestreckter und Sie können vielleicht den Herzschlag des Fötus mit einem Stethoskop hören. Das Baby kann saugen, blinzeln und schlucken. Die regelmäßigen Bewegungen der Brust zeigen, dass das Baby jetzt atmen kann, indem es kleine Mengen Fruchtwasser ein- und ausatmet. Die Beine sind nun länger als die Arme und Fingernägel beginnen sich zu entwickeln. Das Harn- und Blutzirkulationssystem werden effizienter und der Fötus zirkuliert mittlerweile 25 Liter Blut pro Tag.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

Dies ist eine wichtige Schwangerschaftswoche, in welcher Abnormitäten wie Down Syndrome und Spina Bifida durch einen AFP-Test abgeprüft werden. Es handelt sich um einen harmlosen Bluttest ohne Risiko für das Baby.
Die Milchdrüsen beginnen mit der Produktion und können anschwellen und schmerzen. Die Venen der Brüste werden sichtbarer, aufgrund der erhöhten Zirkulation. Schmerzen die während der Schwangerschaft auftreten haben meistens mit der veränderten Körperform und dem zusätzlichen Gewicht Ihres Bauches zu tun. Sie werden möglicherweise Schmerzen in der Lendenwirbelsäule bekommen, schwerfälliger werden und öfter hinfallen. Ihre Haut wird sich dehnen, besonders am Bauch und an den Brüsten. Dies passiert speziell dann, wenn Sie schnell zunehmen. Dadurch entstehen die bekannten Dehnungsstreifen.
Sie können Ihre Gebärmutter jetzt von außen erfühlen und sollten zwischen 4 und 8 Kilogramm zugenommen haben. Dies ist eine gute Zeit, um das Schlafen auf der Seite zu üben, da das Schlafen auf dem Rücken dazu führen kann, dass die Gebärmutter auf wichtigen Blutgefäßen lastet und so die Blutzufuhr zum Baby unterdrückt. Ein Kissen kann zur Unterstützung verwendet werden.

 

Was ist zu erwarten?

Ihr Gesicht hat jetzt ein schönes Leuchten und Sie werden dafür wahrscheinlich Komplimente erhalten. Die „Ausstrahlung“ rührt vom verstärkten Blutkreislauf her. Es wird Ihnen vermutlich insgesamt besser gehen, da sich der Hormonhaushalt stabilisiert hat und Schwindel und Übelkeit fast verschwunden sind. Manche Frauen bemerken ein flatterartiges Gefühl im Bauch. Dies sind die Bewegungen des Babys. Bei anderen Frauen stellt sich dieser Effekt erst viel später ein, in manchen Fällen erst nach der 20. Woche. Die Stärke der Bewegungen variiert von Schwangerschaft zu Schwangerschaft. Nach der 14. Woche fällt das Missgeburtsrisiko stark ab und der Allgemeinzustand verbessert sich. Sollten Sie mehr als normal an Gewicht zunehmen, verlagern Sie Ihre Ernährung hin zu Gemüse und Früchten und bewegen Sie sich mehr. Wenn Sie hingegen Probleme mit der Gewichtszunahme haben, können Sie nahrhafter essen, z.B.: Trockenfrüchte, Milkshakes mit Früchten. Sie können zwischen den Hauptmahlzeiten auch Snacks einnehmen.
Regelmäßige Untersuchungen sind jetzt besonders wichtig, um die Entwicklung und Sicherheit des Babys sicher zu stellen.