Überblick

In der 21. Woche sind Sie sehr entspannt, denn die Hälfte der Schwangerschaft haben sie geschafft und das Baby gedeiht prächtig. Die Schwangerschaft wird jetzt generell einfacher, da der Körper ausreichend Gelegenheit hatte sich an die neuen Umstände und die vor ihm liegende Zeit anzupassen.
Die Erlaubnis Ihres Arztes vorausgesetzt, können Sie leichte Körperübungen machen. Empfehlenswert sind Yoga, Spazierengehen und Schwimmen. Die Bewegung kann Probleme wie Krampfadern und Rückenschmerzen lindern und ihrer Entstehung vorbeugen.
Es ist wichtig dafür zu sorgen, dass Sie physisch und mental gesund sind, besonders um der sogenannten Wochenbettdepression vorzubeugen. Diese tritt manchmal nach der Geburt auf und äußert sich in Symptomen wie Erschöpfung, Reizbarkeit, der Unfähigkeit mit dem Neugeborenen umzugehen und in manchen Fällen sogar durch Suizidgedanken. Diese Symptome können durch eine gute physische und psychische Verfassung und die Unterstützung der Familie reduziert werden. Wählen Sie eine Art der Ertüchtigung die gut zu Ihnen passt und Sie während der Schwangerschaft fit und flexibel hält. Manche Aktivitäten wie Joggen und Gewichtetraining sind okay für den Anfang der Schwangerschaft. Allerdings sollten diese im weiteren Verlauf an die veränderten Umstände angepasst werden. Radfahren, Reiten, Skilaufen und Rollerbladen sollten grundsätzlich vermieden werden. Sicherere Bewegungsmethoden wie Spazierengehen, Schwimmen, Yoga, Pilates, Tanzen und leichtes Aerobic können unter medizinischer Anleitung durchgeführt werden. Bleiben Sie während der gesamten Schwangerschaft aktiv, trinken Sie viel Wasser vor und während Ihrer Übungen, wärmen Sie Ihre Muskulatur vorher auf und vermeiden Sie das Liegen auf dem Rücken nach dem ersten Trimester. Tragen Sie leicht anliegende, atmungsaktive Kleidung und flache, unterstützende Schuhe, um Stolpern und Fallen vorzubeugen. Übertreiben Sie nicht bei der körperlichen Betätigung und nehmen Sie Abstand von gefährlichen Sportarten.

 

Woche 21

Ihre Symptome: Aufgrund erhöhtem Gewichts und vermehrter Hormone, wird Ihnen vielleicht schneller heiß und Sie schwitzen mehr. Sie haben vielleicht auch schmerzhafte Beinkrämpfe (trinken Sie genug Wasser). Bewegungen des Babys sind auch recht merkbar jetzt.
Entwicklung des Babys: Baby beginnt, Fettpolster anzulegen.
Größe des Babys: 24,5 cm (Größe einer Karotte), 240 g
Was zu tun ist: Besprechen Sie Ihre Ansichten über Elternschaft mit Ihrem Partner.

Die Entwicklung des Babys

Der Blutkreislauf des Babys funktioniert jetzt schon sehr gut. Die Nabelschnur wird länger und dicker, da Blut jetzt mit ziemlichem Druck durch sie hindurch fließt. Das Baby wird im zweiten Trimester größer werden und die Plazenta hat jetzt nahezu die Größe des Fötus. Die Kopf-Rump-Länge des Babys liegt jetzt bei etwa 18 Zentimeter und das Gewicht bei circa 300 Gramm. In dieser Woche reift sein Verdauungssystem. Die Därme kontrahieren und entspannen sich. Das Baby schluckt Fruchtwasser, um diesen Prozess zu unterstützen. Viele Babys haben während dieser Zeit Schluckauf, welche die werdende Mutter als wiederholte Bewegungen im Bauch wahrnimmt.
Augenbrauen und Augenlieder sind komplett entwickelt. Ebenso die Fingernägel. Man sagt, dass ein Baby Sie jetzt sprechen und singen hören kann. Studien haben heraus gefunden, dass Neugeborene stärker saugen, wenn Sie eine Geschichte hören, die ihnen die Mutter vor der Geburt oft vorgelesen hat. Viele Menschen lesen epische Werke, Klassiker und spirituelle Bücher, singen heilige Mantras oder spielen beruhigende Musik.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

In dem Maße wie das Baby Fettpolster aufbaut, wird sich auch Ihr Körpergewicht erhöhen. Sie können zu diesem Zeitpunkt mit einer Zunahme von 4,5 bis 6,5 Kilogramm rechnen. Sie können Ihren Uterus etwa einen Zentimeter über Ihrem Nabel ertasten. Sogar fremde Menschen werden jetzt erkennen, dass Sie schwanger sind. Vermutlich werden Sie Beinkrämpfe- und Schmerzen wahrnehmen, die an Intensität gewinnen. Zur Linderung können Sie ein Kissen unter Ihre Beine legen, während Sie liegen. Stützbänder können benutzt werden, um Schmerzen in den Fußgelenken zu vermeiden. Stützhosen helfen bei der Reduzierung von Schwellungen und Krampfadern, welche aufgrund des steigenden Körpergewichts entstehen können.
Ein schnelles Hausmittel gegen geschwollene Beine sind kalte, feuchte Umschläge und das Hochlegen der Beine. Während Sie zunehmen, werden Sie wahrscheinlich schwerfälliger und neigen zum Umfallen. Deshalb sollten Sie zu dieser Zeit keine hohen Schuhe tragen. Legere Kleidung mit flachen Schuhen ist daher empfehlenswert.

 

Was ist zu erwarten?

Ihr Appetit wird zunehmen, da Sie jetzt etwa 500 Kalorien mehr pro Tag benötigen, um Ihren Stoffwechsel aufrecht zu erhalten. Vermeiden Sie fettreiche Speisen vorgefertigtes Essen.
Vermutlich werden Sie starke Heißhungerattacken auf bestimmte Speisen haben. Sollte der Heißhunger auf ungesunde Dinge wie Zigaretten, Bier, gegrillte Speisen und ähnliches abzielen, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.
Möglicherweise werden Ihre Füße und Beine anschwellen. Zur Abhilfe sollten Sie Ihre Beine hochlegen. Wasserretention tritt ebenfalls bei vielen Frauen auf und führt zum Anschwellen der Arme und Beine. Das beste Hilfsmittel dagegen ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
Je mehr Sie in der Lage sind, sich während der Schwangerschaft zu entspannen, desto mehr wird sich auch Ihr Baby entspannen, da es in der Lage ist, den Stresslevel der Mutter zu spüren.
Leichte körperliche Ertüchtigung kann Ihnen dabei helfen, Ihre Muskeln stark und flexibel zu halten. Außerdem werden Sie sich dadurch entspannen und Probleme wie Rückenschmerzen und Verstopfung werden gemindert. Allerdings sollten Sie bei der körperlichen Bewegung vorsichtig sein und Ihren Arzt sofort informieren falls vaginale Blutungen, Sehstörungen, Übelkeit, Schwindel, Ohnmacht, Atemlosigkeit, Herzklopfen und plötzliche Veränderungen der Körpertemperatur sowie starke Schmerzen in Bauch und Brust auftreten.