Überblick

Sie sind nun am Ende des zweiten Trimesters angelangt. Erfreuen Sie sich daran, denn in den nächsten drei Monaten werden Sie stark zunehmen und weniger mobil sein.
Der Uterus wächst jetzt stark, aber das Baby hat insgesamt weniger Bewegungsfreiheit. Das zusätzliche Gewicht kann zu Rückenschmerzen, Blasenproblemen, Abgeschlagenheit, schmerzenden Füßen und Nasenbluten führen.
Dies ist ein guter Zeitpunkt an einem Schwangerschaftskurz teilzunehmen. Dort lernen Sie, wie Sie mit bestimmten Problemen umgehen können. Außerdem werden Sie Entspannungsmethoden lernen, die Ihnen bei den Wehen helfen können. Viele Krankenhäuser bieten solche Kurse an. Es ist empfehlenswert, den Kurs einen Monat vor der Entbindung abzuschließen.

 

Woche 24

Ihre Symptome: Flüssigkeitsausscheidung ist häufig während der Schwangerschaft und wird zu meist häufiger je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, und haben Sie keine Angst vor leichtem Anschwellen von Füßen und Knöcheln.
Entwicklung des Babys: Die Geschmacksknospen des Babys entwickeln sich! Die Barriere zwischen der Alveolen der Lunge und dem Blutstrom wird dünner; dies wird dem Baby erlauben, nach der Geburt Luft zu atmen.
Größe des Babys: 27,8 cm (Größe von Mais), 430 g
Was zu tun ist: Fangen Sie an am Kinderzimmer zu arbeiten, oder an anderen Verbesserungen des Hauses, solange Sie noch die Energie haben und eine komfortable Größe.

Die Entwicklung des Babys

Das Baby wächst jetzt sehr schnell, ist etwa 28 Zentimeter lang und wiegt bis zu 700 Gramm. Hirn, Lungen und Geschmackszellen entwickeln sich rapide. Die Hauptlungen formen Zweige und spezielle Zellen für die Produktion eines Netzmittels welches gebraucht wird, um die Lungen aufzublasen. Frühgeborene Babys haben oft Atemprobleme, da diese Zellen noch nicht genügend Zeit hatten um sich zu entwickeln und ausreichend Netzmittel zu produzieren.
Das Baby wird weiterhin Muskelgewebe aufbauen und Fettpolster anlegen, welche später dazu dienen werden, die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Babys welche zu dieser Zeit geboren werden, müssen für längere Zeit intensivbehandelt werden, da sie Schwierigkeiten mit der Regulierung ihrer Körpertemperatur und der Atmung haben.
Sollten Sie in dieser Woche Braxton Hicks Kontraktionen haben, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Dem Baby schaden diese nicht.
Das Gesicht des Fötus ist voll entwickelt, alles ist am rechten Platz, nur die Augen sind weiterhin geschlossen. Das Kopfhaar wird zu wachsen beginnen und die Wimpern entwickeln sich. Insgesamt ist das Baby jetzt nur eine dünnere Version eines Neugeborenen. In den nächsten drei Monaten findet das entsprechende Restwachstum statt. Das Baby beginnt jetzt das Atmen zu üben, indem es Fruchtwasser einatmet.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

Sie können das obere Ende des Uterus jetzt etwa fünf Zentimeter vom Nabel ertasten. Die Haut auf dem Bauch und den Brüsten dehnt sich weiter aus, ist wahrscheinlich trocken und juckt. Benutzen Sie am besten eine Feuchtigkeitscreme um Abhilfe zu schaffen. Es ist möglich, dass Ihre Augen empfindlich und trocken werden. Augentropfen können zur Linderung eingesetzt werden.
Sie werden die Wach- und Schlafphasen des Babys jetzt deutlicher wahrnehmen. Das hat den Vorteil, dass Sie sich diesen Phasen anpassen können und zum Beispiel zeitgleich mit Ihrem Baby schlafen können. Gelegentlich fühlen Sie vielleicht ein Zusammenziehen des Uterus. Dieses Phänomen nennt man Braxton Hicks Kontraktionen. Es fühlt sich ähnlich an wie Wehen, ist aber nicht dasselbe. Die Kontraktionen können sich jetzt allerdings stärker anfühlen, da der Uterus ausgefüllter ist.
Andere Symptome wie die Veränderung der Brüste, häufiges Urinieren, Verstopfung, Verdauungsstörungen und Juckreiz können weiterhin auftreten und durch andere Symptome wie Bänderschmerzen und Hämorrhoiden ergänzt werden. Sollten die Bänderschmerzen unerträglich werden, sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt. Viele Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, empfinden diesen Schmerz gar nicht. Hämorrhoiden können während der Wehen am Anus auftreten. Diese rühren hauptsächlich vom starken Druck auf das Becken.
Außerdem kann es aufgrund der erhöhten Blutzirkulation zum permanenten Anschwellen der Schleimhäute und somit unter anderem zu einer verstopften Nase kommen.

 

Was ist zu erwarten?

In der 24. Woche empfehlen die meisten Ärzte einen Glukosetest, um auf das Vorhandensein von Schwangerschaftsdiabetes zu prüfen, welche zu dieser Zeit temporär auftreten kann. Symptome dieser Erkrankung sind Abgeschlagenheit, Übelkeit, häufiges Urinieren und ungewöhnlich starker Durst. Etwa 2-5 Prozent aller Schwangeren bekommen diese Art der Diabetes. Der entsprechende Test wird während der 24. und 28 Woche durchgeführt. Der Grund für Diabetes ist die Tatsache, dass die Plazenta große Hormonmengen produziert, welche zu einer Insulin-Resistenz führen können.
Es ist möglich, dass Sie weiterhin Sodbrennen verspüren. Sie können dies reduzieren, indem Sie kleinere aber häufigere Mahlzeiten zu sich nehmen. Vermeiden Sie Snacks vorm Zubettgehen, aber lassen Sie tagsüber keine Mahlzeiten aus.
Viele Frauen machen sich Gedanken um die Gewichtszunahme, aber es ist wichtiger, dass sich darauf konzentrieren, sich selbst und damit Ihr Baby gesund zu ernähren.
Viele Schwangere haben eine verstopfte Nase. Dampfige Duschen oder Luftbefeuchter können helfen.
Während Sie Gewicht zunehmen, sollten Sie mehr gehen. Achten Sie beim Stehen und Sitzen auf einen aufrechten Rücken, da das zusätzliche Gewicht und der verschobene Schwerpunkt des Körpers Ihre Lendenwirbelsäule in Mitleidenschaft zieht. Eine gute Haltung kann spätere Schmerzen reduzieren helfen.