Überblick

Sie befinden sich nun im dritten Trimester der Schwangerschaft und Ihre Gebärmutter ist etwa so groß wie ein Fußball. Das Baby mag noch nicht allzu groß wirken, gewinnt nun aber stetig an Gewicht und Babyfett. Die derzeitige Haarfarbe und andere Merkmale können sich nach der Geburt noch verändern. Die Menschen in Ihrer Umgebung werden jetzt wahrscheinlich alle möglichen Vermutungen anstellen in Bezug auf das Geschlecht des Babys. Im Grunde gibt es nur zwei wissenschaftliche Methoden das Geschlecht zu ermitteln: Die Ultraschalluntersuchung und die Amniozentese. Ein Ultraschall-Scan ist nicht hundertprozentig genau. Eine Amniozentese ist nicht ratsam, es sei denn es existiert ein Problem in der Schwangerschaft.
In dieser Phase der Schwangerschaft können Sie sich etwas verwöhnen lassen, um der starken Beanspruchung Ihrer Arm- und Beinmuskulatur entgegen zu wirken und sich zu entspannen. Gönnen Sie sich eine Maniküre oder Pediküre.
Aufgrund Ihres erhöhten Körpergewichts sind Sie jetzt wahrscheinlich nicht mehr so mobil wie vorher. Sie können trotzdem weiterhin regelmäßig spazieren gehen und leichte Körperübungen machen, um Ihren Körper und die Gelenke flexibel zu halten.
Zu dieser Zeit gibt es ein erhöhtes Frühgeburtsrisiko aufgrund von Gebärmutterhalsschwäche oder Infektionen des Uterus. Das Infektionsrisiko steigt nach dem Platzen der Fruchtblase. Sollte dies schon in der 25.Woche passieren, müssen Sie stationär behandelt werden. Das Baby kann überleben, da die Organe bereits voll entwickelt sind und die Atmung eingesetzt hat. Nur das Gewicht des Babys ist noch sehr gering und das Infektionsrisiko sehr hoch. Daher ist die Überlebenswahrscheinlichkeit relativ gering im Vergleich zu einem vollständig ausgetragenen Baby. Kommt es zu einem so frühzeitigen Platzen der Fruchtblase, zögern Ärzte die Wehen meistens so lange wie möglich hinaus. Statistisch überlebt etwa ein Viertel der früh geborenen Babys.

 

Woche 25

Ihre Symptome: Rückenschmerzen und Beckendruck sind üblich in dieser Woche, da Ihr Bauch weiter wächst.
Entwicklung des Babys: Die Adrenaldrüse beginnt Steroide zu produzieren, welche Ihr Baby brauchen wird, um mit dem Stress der Geburt umzugehen. Die Großhirnrinde entwickelt sich ebenfalls sehr schnell.
Größe des Babys: 28,9 cm, 501 g
Was zu tun ist: Beginnen Sie mit Kegelübungen. Die Beckenmuskulatur zu stärken wird Sie vor auslaufendem Urin schützen nach der Geburt.

Die Entwicklung des Babys

Das Wachstum schreitet jetzt recht langsam und stetig voran. Der Fötus ist jetzt etwa 32 Zentimeter lang und wiegt circa 750 Gramm. Die Knochen werden härter und das Baby saugt am Daumen. Die Haut bildet jetzt eine dickere Schutzschicht, um sich gegen die saure Fruchtblasenflüssigkeit zu schützen und die Körpertemperatur nach der Geburt zu regulieren.
In dieser Woche erlangt das Baby die Fähigkeit zu weinen. Außerdem steigt die Überlebenswahrscheinlichkeit im Falle einer Frühgeburt. Die Haut ist dünn und empfindlich. Der Körper gewinnt an Gewicht und nimmt mehr Platz in der Gebärmutter ein. Die Geschmackszellen entwickeln sich und das Baby kann möglicherweise schon zwischen süß, sauer und salzig unterscheiden.
Finger- und Zehnägel sind voll ausgeformt. Die Augen sollten sich bald öffnen. Das Hirn wächst immer noch sehr schnell. Der Aufbau der Fettpolster schreitet voran und die Haut wird glatter.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

Vermutlich bemerken Sie rote oder braune Streifen oder Dehnungsstreifen auf Ihrem Bauch, den Hüften und der Brust. Etwa 90 Prozent aller Frauen bekommen diese Dehnungsstreifen. Ihre Entstehung kann durch Stütz-BHs und Antifaltencreme minimiert werden. Nach der Geburt verblassen diese Streifen wieder.
Ihre Augen können trockener und lichtempfindlicher werden. Augentropfen können zur Linderung verwendet werden.
Hormonspiegel und Stoffwechsel können ansteigen und zu überschüssiger Körperwärme führen. Der Körper fühlt sich insgesamt wärmer an. Trinken Sie viel Flüssigkeit, um Ihrer Körpertemperatur niedrig zu halten. Sodbrennen und Verdauungsstörungen können aufgrund der größeren Gebärmutter zunehmen. Der Cholesterinspiegel steigt ebenfalls. Deshalb sollten Sie darauf achten, möglichst wenig cholesterinhaltige Nahrung zu sich zu nehmen. Verstopfungen können Sie mit einer ballaststoffreichen Ernährung und leichter Bewegung wie Spazierengehen und Schwimmen entgegen wirken.

 

Was ist zu erwarten

Es könnte sein, dass Ihr Arzt Sie in dieser Woche um einen Bluttest bittet, um Blutarmut auszuschließen. Ihre Haut kann aufgrund der Dehnung und Trockenheit zum Jucken neigen. Dies ist normal. Sollte dieses Symptom jedoch andauern, sollten Sie sich auf eine Pilzinfektion oder Leberprobleme testen lassen. Sie können dazu einen Hautspezialisten konsultieren.
Der wachsende Uterus kann Krämpfe in Bauch und Beinen hervorrufen. Auch dies ist normal. Behalten Sie eine gesunde Ernährung bei und halten Sie sich fit. Allerdings sollten Sie sich nicht überanstrengen und stellen Sie Übungen sofort ein, falls Sie sich schwindelig oder müde fühlen, oder falls stechende Schmerzen auftreten. Empfohlene Bewegungsmethoden sich Spazierengehen, Schwimmen, Yoga und Pilates. Wirken Sie Sodbrennen entgegen, indem Sie kleine aber häufige Mahlzeiten einnehmen. Legen Sie sich nicht sofort nach dem Essen hin und vermeiden Sie frittierte und fettige Speisen.
Versuchen Sie eine möglichst korrekte Körperhaltung beim Sitzen, Schlafen und Gehen einzunehmen, um Rückenproblemen, Beinkrämpfen, geschwollenen Füßen und Ischias vorzubeugen.
Sollte die Fruchtblase, welche das Baby umgibt, vorzeitig platzen, können die Wehen innerhalb weniger Stunden eintreten. Die Gründe für das Platzen der Fruchtblase können sein: Infektion des Uterus, multiple Schwangerschaft, Gebärmutterhalsschwäche, übermäßige Mengen an Fruchtwasser und Rauchen.
Sollte die Fruchtblase platzen, können Sie einen Flüssigkeitsschwall oder ein Tröpfeln aus der Vagina spüren. Es kann sich allerdings auch um Urin handeln, der durch den Druck des Uterus aus der Blase gedrückt wird. Deshalb sollten Sie sich in solch einem Fall von einem Arzt untersuchen lassen.