Überblick

Dies ist der achte Monat der Schwangerschaft und einige Frauen können zu dieser Zeit schon Kontraktionen verspüren, bei denen es sich um Senkwehen handeln könnte, die dem Körper als Vorbereitung auf die tatsächlichen Wehen dienen. Senkwehen können unangenehm werden, aber es gibt ein paar Dinge, die Sie tun können um diese zu reduzieren. Ein Stellungswechsel ist in den meisten Fällen sehr hilfreich. Manchen Frauen hilft auch ein warmes Bad. Versuchen Sie auch Wasser zu trinken und eine kleine Mahlzeit zu sich zu nehmen.
Sie können jetzt damit beginnen mit Ihrem Partner und der Familie zu besprechen, was beim Eintreten der Wehen geschehen soll. Dies dient auch Ihrer eigenen mentalen Vorbereitung auf dieses Ereignis. Die Symptome des dritten Trimesters sind weiterhin vorhanden, da das Gewicht des Uterus weiter ansteigt. Möglichweise haben Sie Schwierigkeiten beim Atmen, Schlafen, Sitzen oder Gehen. Achten Sie auf sich ankündigende Ohnmachtsgefühle. In den letzten Schwangerschaftswochen befindet sich ein Großteil des Blutes in den Beinen, was zu niedrigem Blutdruck führen kann. Wenn Sie Ihre Körperposition verändern, sollten Sie dies langsam tun und darauf achten, dass Sie nicht fallen können.
Das Hirn des Babys entwickelt sich jetzt rapide und die Knochen wachsen und werden stärker. Achten Sie jetzt besonders auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung, damit das Baby die Nährstoffe bekommt, die es braucht.
Die Falten in der Haut des Babys beginnen nun zu verschwinden und der Fötus bekommt ein pummeligeres Aussehen. Das Herannahen der Geburt macht viele Frauen nervös. Versuchen Sie sich zu entspannen.

 

Woche 32

Ihre Symptome: Es ist vermutlich schwierig, aufgrund Ihrer Größe, bequem zu sitzen oder zu liegen. Sie haben vielleicht auch Sodbrennen und Kurzatmigkeit.
Entwicklung des Babys: Der Bauch des Babys füllt und lehrt sich alle 40 Minuten, und die Gedärme sind ausgewachsen genug, um Milch und Nährstoffe zu absorbieren.
Größe des Babys: 39,9 cm, 1.3 kg
Was zu tun ist: Machen Sie Einkäufe und besorgen Sie alle Gegenstände, die Sie in den ersten paar Wochen brauchen werden, wie Windeln, Stofftücher und andere Babydinge.

Die Entwicklung des Babys

Wird das Baby schon in dieser Woche geboren, hat es eine Überlebenschance von etwa 50 Prozent. In vielen Fällen verändert der Fötus nun seine Position im Uterus so, dass der Kopf nach unten zeigt. Die Körperlänge beträgt jetzt etwa 40 Zentimeter und das Gewicht circa 2 Kilogramm. Die Haut ist rot und faltig. Ein Teil des Haarflaums ist verschwunden. Dafür ist der Fötus nun mit zusätzlicher Käseschmiere umgeben. Das Hirn entwickelt sich sehr schnell, also achten Sie auf eine gute Ernährung. Das Baby wird bis zum Ende des achten Monats noch mindestens ein Kilogramm zunehmen. Aufgrund seiner zunehmenden Größe, werden sich die Bewegungen des Babys wahrscheinlich reduzieren. Die Lungen des Babys entwickeln sich noch, aber der Rest des Körpers ist bereits ziemlich ausgereift. Die Augen beginnen zu funktionieren und sind in der Lage zu fokussieren und blinzeln. Die Nabelschnur ist mit einer gelartigen Substanz umgeben, damit auch während der Bewegungen des Babys keine Knoten oder Schlaufen entstehen können.
Das Skelett ist komplett ausgeformt. Die Knochen sind noch weich und flexibel. Sie werden später aushärten. Fuß- und Zehennägel haben sich geformt.
Experten haben heraus gefunden, dass Babys zu diesem Zeitpunkt bereits temperaturempfindlich sind. Wenn Sie ein heißes Handtuch auf den Bauch legen, könnten Sie also einen zünftigen Tritt ernten.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

Sie werden die Braxton-Hicks Kontraktionen jetzt ziemlich regelmäßig spüren, aber dies ist kein Grund zur Sorge. Das Baby hat sich vermutlich schon ins Becken bewegt. Die kann zur Aufweitung des Beckens führen und den Druck auf den unteren Bauchraum erhöhen. Außerdem kann Druck auf den Brustkorb ausgeübt werden, was zu Unwohlsein führen kann. Ihr Östrogenspiegel steigt. Daraus resultierend wird die Gebärmutter empfindlicher auf Oxytocin, ein Hormon welches Ihr Körper für Kontraktionen benötigt.
Das obere Ende des Uterus sitzt jetzt etwa 12 Zentimeter oberhalb des Bauchnabels. Durch den Druck auf das Zwerchfell können Atemschwierigkeiten und Sodbrennen entstehen.
Die häufigsten Schwangerschaftssymptome zu dieser Zeit sind: Müdigkeit, Atemlosigkeit, Rückenschmerzen, Verstopfung, Mattigkeit, Beinkrämpfe, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, Anschwellen der Brüste, Ausfluss aus den Brüsten, Zahnfleischbluten, Kontraktionen, vaginaler Ausfluss, Nasenbluten, Dehnungsstreifen, häufiges Urinieren, Krampfadern, Hämorrhoiden, Sodbrennen und Verdauungsprobleme.
Sie werden jetzt etwa 400-500 Gramm pro Woche zunehmen. Ihr Blutvolumen hat sich um 40-50 Prozent erhöht, um Sie und Ihr Baby zu versorgen und um den Blutverlust bei der Geburt zu kompensieren.
Wahrscheinlich beschäftigen Sie sich bereits mit den bevorstehenden Wehen und verschiedenen Methoden des Umgangs mit ihnen.

 

Was ist zu erwarten?

Finden die Anzeichen für einsetzende Wehen heraus. Möglicherweise haben Sie schon regelmäßige oder unregelmäßige Kontraktionen. Die Stärke dieser Kontraktion ist verschieden. Manche Frauen nehmen sie gar nicht wahr.
Der Unterschied zwischen diesen Kontraktionen und tatsächlichen Wehen ist, dass die richtigen Wehen nicht abebben oder verschwinden, wenn Sie anderen Aktivitäten nachgehen. Richtige Wehen werden durch einen Wechsel der Aktivitäten stärker. Ihre Intensität und Länge werden stärker. Ihre jeweilige Dauer nimmt jedoch ab.
Es gibt eine Reihe von Selbsttests die Sie durchführen können, um heraus zu finden, ob Sie die richtigen Wehen haben. Manchmal steigert Hunger oder Dehydrierung die Intensität der Kontraktionen. Sie können also versuchen Wasser zu trinken und etwas zu essen und dann beobachten ob sich die Kontraktionen vermindern.
Gehen Sie einer anderen Beschäftigung nach und beobachten Sie die Intensität der Kontraktionen. Achten Sie auf das Muster der Kontraktionen. Ist das Muster nicht regelmäßig oder verkürzend, gibt es keinen Grund zur Panik.
Es gibt mehrere Entspannungsmethoden für die Geburt. Meditation, Atemtechniken, Aromatherapie, leichte Massagen, Pediküre und Maniküre.