Überblick

Dies ist der Beginn des dritten Trimesters der Schwangerschaft. Sie werden etwa 500 Gramm pro Woche zunehmen. Nahezu die Hälfte dieses Gewichts entfällt auf das Baby. In den nächsten sieben Wochen baut das Baby ein Drittel bis zur Hälfte seines Geburtsgewichts auf, um sich auf das Überleben außerhalb der Gebärmutter zu wappnen.
Für den Rest der Schwangerschaft sollten Sie sich gesund ernähren. Selbst wenn Sie kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, ist es wichtig auf Ausgewogenheit zu achten. Essen Sie viel Gemüse und frische Früchte. Damit stärken Sie das Immunsystem des Babys.
Sodbrennen und Verdauungsstörungen können zu dieser Zeit zunehmen. Essen Sie gesunde Snacks zwischen den Hauptmahlzeiten. Wenn Sie vorm Schlafengehen noch hungrig sind, können Sie ein Glas Milch trinken. Vermeiden Sie Junk Food und koffeinhaltige Getränke, auch wenn es schwer fällt.
Viele schwangere Frauen bekommen Zahnfleischbluten oder Löcher in den Zähnen. Diese Symptome hängen mit hormonellen Veränderungen und verändertem Blutdruck zusammen. Ihre Essgewohnheiten haben auch Auswirkungen auf die Zähne. Daher sollten Sie Ihre Zähne regelmäßig putzen und mit Zahnseide reinigen. Während der Schwangerschaft sollten Sie mindestens einmal zum Zahnarzt gehen. Käse- und Gemüsesnacks, sowie Erdbeeren und gedünsteter Broccoli sind aufgrund ihres Kalziumgehalts gut für Ihre Zähne. Vitamin C ist ebenfalls wichtig für gesunde Zähne.

 

Woche 33

Ihre Symptome: Braxton-Hicks-Kontraktionen sind schmerzlose Verengungen der Uterusmuskeln. Sie sind recht häufig in den letzten paar Wochen der Schwangerschaft und können unter Umständen häufiger werden, je näher die Geburt rückt.
Entwicklung des Babys: Fettanlagerungen nehmen zu.
Größe des Babys: 41,1 cm, 1.5 kg
Was zu tun ist: Bauen Sie den Kinderwagen zusammen und installieren Sie den Kindersitz im Auto.

Die Entwicklung des Babys

Das Baby wiegt jetzt etwa 2 Kilogramm und ist circa 40 Zentimeter groß. Die Fettablagerung schreitet voran und mit Ausnahme des Schädels härten die Knochen aus. Der Schädelknochen braucht seine Flexibilität noch für die Geburt. Der Druck auf den Schädel bei der Geburt kann so groß werden, dass manche Babys mit einem kegelförmigen Kopf geboren werden. Die einzelnen Schädelplattensegmente vereinigen sich erst in den frühen Erwachsenenjahren und können so weiterhin das Wachstum des Hirns und anderen Gewebes während der Kindheit kompensieren.
Die Lungen sind nahezu ausgereift, aber im Falle einer vorzeitigen Geburt müsste das Baby trotzdem noch einige Zeit im Inkubator verbringen. Der Fötus ist noch sehr grazil, aber seine Körperproportionen sind schon die gleichen wie bei der Geburt.
Sollten Sie Drillinge bekommen, werden diese meist in der 33. Woche zur Welt gebracht.
Während dieser Zeit ist es sehr wahrscheinlich, dass das Baby seine Position in der Gebärmutter verändert und sich mit dem Kopf nach unten dreht. Sollte dies bisher nicht geschehen sein, wird sich die Gelegenheit dazu noch immer bieten. Es gibt Übungen die Ihnen dabei helfen, das Baby in die richtige Position für die Geburt zu bringen. Im Übrigen ist Yoga eine gute Möglichkeit während der Schwangerschaft körperlich flexibel zu bleiben. Allerdings sollten Sie Vorsicht walten lassen, falls Sie vor der Schwangerschaft noch keine Erfahrungen mit Yoga gemacht haben.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

Das obere Ende des Uterus sitzt jetzt mehr als 12 Zentimeter über Ihrem Nabel. Die gesamte Gewichtszunahme seit dem Beginn der Schwangerschaft sollte zwischen 10 und 13 Kilogramm liegen.
Wahrscheinlich werden Sie fragen, ob Sie das Platzen der Fruchtblase überhaupt wahrnehmen werden, denn nur 10 Prozent aller Frauen machen die Erfahrung des plötzlichen Fruchtwasserschwalls, welcher meistens zu Hause im Bett geschieht. Die Fruchtblase kann platzen oder undicht werden noch bevor es irgendwelche Wehenerscheinungen gibt. Dies kann durch tröpfchenartigen Ausfluss in Erscheinung treten und daher mit Urintropfen verwechselt werden, welche aufgrund des Drucks auf der Harnblase recht häufig vorkommen.
Beckenbodenübungen zur Stärkung der Muskulatur und eine gute Ernährung sind wichtig, da gesunde Haut dehnungsfähiger ist.
Möglicherweise empfinden Sie Taubheit oder Schmerzen in den Fingern, Händen oder den Handgelenken. Sollte Ihre Arbeit wiederholende Handbewegungen beinhalten, achten Sie darauf Ihre Hände regelmäßig auszustrecken, um dumpfen Schmerzen und Taubheit vorzubeugen.
Das Baby sollte sich recht häufig bewegen, allerdings hat es seine eigenen Aktivitätszyklen. Sie können die Tritte Ihres Babys mittels verschiedener Methoden verfolgen. Normalerweise sollten Sie innerhalb von zwei Stunden etwa 10 Bewegungen wahrnehmen. Allerdings sollten Sie Wach- und Schlafphasen des Babys kennen, bevor Sie zu zählen beginnen.

 

Was ist zu erwarten?

Aufgrund des steigenden Körpergewichts können Sie mit Problemen beim Schlafen, Gehen und Sitzen rechnen. Tragen Sie locker sitzende Kleidung. Während des Schlafens können Sie Kissen unter die Körperseite oder unter die Beine legen, vor allem wenn Sie unter Beinkrämpfen leiden.
Durch den Druck auf der Harnblase kommt es zunehmend zu häufigem Urinieren, was wiederum Einfluss auf Ihre Schlafgewohnheiten haben kann. Vermeiden Sie das Schlafen auf dem Rücken, da dies die Blutzufuhr zum Baby reduzieren kann. Die beste Schlafposition ist auf der linken Seite.
Finden Sie eine möglichst komfortable Schlafposition und schlafen Sie so viel wie möglich, denn nachdem das Baby auf der Welt ist werden Sie dazu noch weniger Gelegenheit haben. Schlaflosigkeit ist ein verbreitetes Problem, welches mit einer guten Ernährung und Entspannungsübungen überwunden werden kann.
Fuß- und Beinkrämpfe können zusätzliche Probleme bereiten. Versuchen Sie weiterhin aktiv zu bleiben, indem Sie zum Beispiel tägliche Spaziergänge unternehmen. Erhöhen Sie Ihre Kalziumaufnahme, indem Sie Milch trinken oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.
Wenn sie rhythmische Bewegungen im Bauchbereich spüren, brechen Sie nicht in Panik aus. Es kann sich um den Schluckauf des Babys handeln.
Befindet sich Ihr Baby in einer Steißlage, bestehen immer noch gute Chancen, dass es sich während der nächsten Wochen in die korrekte Geburtslage dreht. Ihr Arzt wird Sie in einem solchen Fall besonders beobachten.