Überblick

Sie sind jetzt seit 36 Wochen schwanger und haben Ihr Baby nun ausgetragen. Die Geburt kann also jederzeit eintreten. Wenn Sie die Schwangerschaft vom Datum der Zeugung zählen, dann sind jetzt genau 9 Monate abgelaufen. Manche Menschen setzen andere Grundlagen zur Berechnung an, nämlich das Datum der letzten Menstruation.
Nach 36 Wochen hat sich das Baby ins Becken bewegt und sein Kopf zeigt nach unten. Sie können den Druck deutlich spüren.

Zu diesem Zeitpunkt sollten sie sehr gut auf die Entbindung vorbereitet sein. Speichern Sie die Nummer Ihres Partners im Handy ab. Halten Sie außerdem die Nummer des Krankenhauses parat. Stellen Sie sicher, dass Ihr Auto bereit steht und genügend Benzin im Tank ist. Sollte Ihr Partner nicht verfügbar sein, bitten Sie einen Freund oder Verwandten Sie ins Krankenhaus zu begleiten. Packen Sie Ihre Umstandskleidung und die Babysachen im Voraus.

Sie fühlen Sie jetzt wahrscheinlich sehr schwer. Das obere Ende des Uterus sitzt jetzt etwa 14 Zentimeter über Ihrem Nabel. Sie und Ihre Baby wachsen immer noch und es können noch bis zu vier Wochen vergehen, ehe die Wehen kommen. Ein Baby welches zwischen der 37. und 41. Woche geboren wird, gilt als völlig normal und ausgetragen.

 

Woche 36

Ihre Symptome: Sie erleben vielleicht ein Kitzeln in der Beckengegend, während sich das Baby tiefer in den Uterus bewegt.
Entwicklung des Babys: Die Leber ist jetzt in der Lage, einige Abfallprodukte zu filtern.
Größe des Babys: 45 cm, 2.1 kg
Was zu tun ist: Machen Sie essen, und frieren Sie es ein. Sie haben nach der Geburt des Babys vielleicht nicht die Energie oder Zeit, um zu kochen.

Die Entwicklung des Babys

Die Entwicklung des Babys ist nahezu komplett. Ab dem Ende der 36. Woche gilt es als ausgetragen. Jetzt positioniert es sich für die Geburt, indem es in das Becken der Mutter wandert und den Kopf nach unten dreht. Dies ist die wichtigste Entwicklung während dieser Periode. 95 Prozent aller Babys werden in dieser Position geboren. Es gibt noch eine Reihe anderer Positionen wie: Gesicht, Schulter, Traverse oder Steißlage.

Die Gesamtlänge des Babys von Kopf bis Fuß ist jetzt etwa 50 Zentimeter und das Gewicht liegt bei circa 2,8 Kilogramm. Mittlerweile baut das Baby so viel Fettgewebe auf wie möglich. An Wangen, Knien und Ellenbogen können daher sogar Grübchen entstehen. Das Hirn entwickelt sich rapide. Das Baby erlernt das Blinzeln. Das Zahnfleisch wird stark und rigide. Die Saugmuskeln sind voll entwickelt. Jeden Tag schluckt das Baby eine bestimmte Menge Fruchtwasser und scheidet diese in Form von Urin aus.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

Vermutlich werden Sie derzeit ziemlich müde und erschöpft sein. Ruhelosigkeit, Schlafmangel und Langeweile tragen dazu bei. Sie können dies überwinden, indem Sie sich mit positiven Dingen beschäftigen. Sie können sich auf die bevorstehenden Wehen, die Geburt und die Pflege des Babys vorbereiten. Diese Aktivitäten werden Sie auf Trab halten und von geringfügigen Schmerzen und ähnlichem ablenken.
Der Uterus ist enorm gewachsen und hat jetzt das Tausendfache seiner ursprünglichen Größe erreicht. Sein oberes Ende sitzt jetzt circa 14 Zentimeter über Ihrem Nabel. Aufgrund der Dehnung der Bauchmuskeln kann es zu Juckreiz kommen. Dies können Sie am besten mit einer Creme behandeln.
Während sich das Baby nach unten ins Becken bewegt um die Geburtsposition einzunehmen, werden Sie wahrscheinlich einen erhöhten Druck auf Ihren Unterkörper spüren. Sie werden öfter zur Toilette gehen müssen.
Der positive Aspekt dieser Entwicklung ist, dass Ihre Lunge und Ihr Magen jetzt die Gelegenheit haben, sich wieder etwas auszudehnen. Dadurch werden Essen und Atmen einfacher.
Für manche Frauen wird das Laufen schwierig. Mittlerweile werden Sie Ihren Arzt in wöchentlichen Abständen aufsuchen. Bei diesen Untersuchungen werden die Position des Babys und die Fruchtwassermenge geprüft. Blutdruck und Körpergewicht werden gemessen.
Symptome, die Sie zu dieser Zeit möglicherweise haben werden sind: Sodbrennen, Verstopfung, häufiges Urinieren, Schweregefühl, Rückenschmerzen, Beckenschmerzen und Hämorrhoiden. Erhöhter Blutzucker- und Blutdruck können auftreten. Häufiges Urinieren und Hämorrhoiden können zu Harnwegsinfekten führen.

 

Was ist zu erwarten?

Da Sie die 36. Woche abgeschlossen haben, stehen Ihnen noch maximal 3 oder 4 Wochen bis zur Entbindung bevor. Sie werden jetzt zu wöchentlichen Voruntersuchungen gehen. Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie außergewöhnlich unter bestimmten Beschwerden leiden und lassen Sie diese behandeln. Informieren Sie sich über die Lage des Babys, das voraussichtliche Geburtsdatum und die Wehen. Ausreichende Ruhe und Erholung sind jetzt sehr wichtig. Geringfügige Beschwerden können durch leichte Bewegung wie Spazierengehen, Dehnungsübungen, Atemübungen und Yoga reduziert werden. Solche Übungen werden Ihnen auch als Vorbereitung auf die Geburt gute Dienste leisten. Eine gute Körperhygiene und Sauberkeit wirken Infektionen entgegen.

Eine ausgewogene Ernährung und entsprechende Ergänzungsmittel helfen dem Baby dabei gesund zu bleiben.
Planen und organisieren Sie die Entbindung im Voraus. Sie sollten sich jetzt schon entscheiden, wie Sie das Baby füttern wollen. Reden Sie mit Ihrer Familie, Freunden und Ihrem Partner darüber.