Überblick

Mit dem Beginn der 40. Schwangerschaftswoche beginnt das Warten auf das Baby, denn dies ist die letzte Woche der Schwangerschaft. Die Geburt steht kurz bevor. Diese Zeit ist gleichermaßen aufregend und herausfordernd. Es gibt eine Reihe von Veränderungen in Ihrem Körper. Stimmungsschwankungen können ein Effekt dieser Veränderungen sein.
Wahrscheinlich werden Sie sich jetzt mit den Vorbereitungen für die Ankunft des Babys beschäftigen. Sie können zum Beispiel Babykleidung kaufen, Windeln, Fläschchen und Babypflege-Produkte.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Wehen bald einsetzen. Ihr Partner kann Ihnen mithilfe verschiedener Techniken dabei helfen, die Wehen einzuleiten. Allerdings sollten Sie vor der Verwendung solcher Methoden mit Ihrem Arzt sprechen. Nicht alle Methoden sind effektiv und manchen können gefährlich sein.

 

Woche 40

Ihre Symptome: Wenn Ihre Kontraktionen eine Minute oder länger dauern, 5 Minuten auseinanderliegen und für mindesten eine Stunde andauern, rufen Sie Ihren Arzt an. Es könnten die Wehen sein.
Entwicklung des Babys: Das Baby könnte ins Becken gerutscht sein und bereit sein Debüt zu haben!
Größe des Babys: 49,8 cm, 3.1 kg (Größe und Gewicht bei der Geburt können variieren)
Was zu tun ist: Hoffentlich begrüßen Sie diese Woche Ihr Baby. Wenn nicht, versuchen Sie sich zu entspannen und die letzten Tage der Schwangerschaft zu genießen.

Die Entwicklung des Babys

Ihr Baby wiegt jetzt zwischen 3 und 4,5 Kilogramm und ist circa 48 – 53 Zentimeter groß. Im Allgemeinen sind Jungen etwas größer als Mädchen. Das Baby hat die Geburtsposition eingenommen, bei welcher der Kopf nach unten zeigt. Die Knochen sind deutlich härter geworden. Nur der Schädel ist noch weich. Dies erleichtert die Passage durch den Geburtskanal. Unmittelbar nach der Geburt kann der Kopf des Babys die Form eines Kegels haben. Nach wenigen Tagen nimmt der Kopf wieder seine normale Form an. Am Kopf befinden sich zwei weiche Stellen, die auch Fontanellen genannt werden. Die vordere Fontanelle härtet zwischen dem achten und 15. Monat, die hintere zwischen dem dritten und vierten Monat.
Es ist möglich, dass sich der Fötus jetzt häufiger bewegt, um sich besser zu positionieren. Dies kann mit Schmerzen für Sie einhergehen.
Das Immunsystem des Babys verstärkt sich zur Anpassung an das Leben außerhalb der Gebärmutter.
Diese Woche komplettiert die Schwangerschaft. Baby und Mutter warten nun auf die Entbindung.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

In der 40. Schwangerschaftswoche werden Sie eine Reihe von Veränderungen in Ihrem Körper wahrnehmen. Die markanteste dieser Veränderungen ist die Zunahme der Aktivitäten des Fötus. Er hat seine notwendige Größe erreicht, wächst jedoch weiter. Sein Bewegungsspielraum in der Gebärmutter verringert sich und er muss sich bewegen, um eine jeweils besser Position zu finden.
Das Wachstum des Fötus und seine erhöhte Aktivität führen zu einer Reihe von Veränderungen im Körper. Es kann zu Rückenschmerzen kommen. Sie werden häufiger urinieren und vermutlich Schmerzen im Unterbauch haben. Möglichweise haben Sie Schlafprobleme.
Weiterhin ist es möglich, dass sogenannte falsche Wehen auftreten. Es handelt sich um Kontraktionen, die den wirklichen Wehen ähneln. Diese Ähnlichkeit sollten Sie nicht unterschätzen.
Es ist möglich, dass Vormilch aus Ihren Brustwarzen austritt. Dies dient der Vorbereitung der Brüste auf das Stillen.
Zu dieser Zeit können vermehrt Krämpfe auftreten, besonders in den Beinen. Aufgrund des zusätzlichen Körpergewichts kann es außerdem zu Problemen mit der Blutzirkulation kommen.
Sie sollten sich gut auf die Wehen vorbereiten, um diese zu erleichtern. Achten Sie dabei besonders auf die Beckenboden-Muskulatur. Diese sollte möglichst flexibel und entspannt sein. Nutzen Sie Atemtechniken zur Entspannung und der Gewinnung von Energie. Ansonsten können Sie sich auf die Natur verlassen und die Wehen einfach geschehen lassen.

 

Was ist zu erwarten?

Da Sie nun in der 40. Schwangerschaftswoche angekommen sind, ist es Zeit sich auf die Geburt vorzubereiten. Bewegen Sie sich jeden Tag, da dies Ihre Gesundheit fördert. Achten Sie darauf, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Trinken Sie mindestens 10 bis 13 Gläser Wasser pro Tag. Halten Sie Ihren Stresslevel niedrig und achten Sie auch ausreichende Ruhe.
Ruhe und Bequemlichkeit sind sehr wichtig in dieser Woche. Benutzen Sie Kissen zur Unterstützung Ihres Körpers beim Ruhen und schlafen Sie so viel wie möglich. Ein Stützgürtel kann ebenfalls hilfreich sein und Krämpfe und Schwellungen reduzieren. Gönnen Sie sich eine Massage. Dies kann sehr entspannend sein und Sie in sehr angenehmer Weise auf die bevorstehende Geburt vorbereiten.
Vermutlich wird Sie Ihr Arzt in dieser Woche mehreren Tests unterziehen. Diese können zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung und eine Fruchtwassermessung umfassen. Außerdem werden Sie über die Wahrscheinlichkeit sprechen, dass sich die Geburt verzögert. Möglicherweise müssen die Wehen künstlich eingeleitet werden, oder ein Kaiserschnitt gemacht werden.
Beim Kaiserschnitt wird das Baby nicht vaginal geboren. Stattdessen wird die Gebärmutter von außen geöffnet und das Baby heraus geholt. Dieser Eingriff findet unter Anästhesie statt.