Überblick

Sie befinden sich in der 41. Schwangerschaftswoche und es ist an der Zeit die Taschen zu packen. Wahrscheinlich warten Sie bereits sehr ungeduldig auf die Ankunft des Babys, welches seinerseits ebenfalls ausgewachsen und bereit ist, den Mutterbauch zu verlassen.
Die Wehen können jetzt jederzeit einsetzen, weshalb es wichtig ist gut vorbereitet zu sein. Treffen Sie eine Entscheidung darüber, ob Ihr Partner bei der Geburt anwesend sein soll oder nicht. Entscheiden Sie auch, wer Sie zum Krankenhaus begleiten soll. Wenn Sie neue Babykleidung gekauft haben, lassen Sie die Preisschilder vorerst dran, da die Größe des Neugeborenen anders sein kann als Sie glauben. Auf diese Weise können Sie die Kleidung noch tauschen, falls dies nötig sein sollte.
Packen Sie auch alle anderen Dinge die Sie brauchen werden, wie zum Beispiel Windeln, Fläschchen, Babypflege und so weiter.
Ernähren Sie sich weiterhin gesund. Essen Sie frische Früchte, Gemüse und fettarme Speisen. Wenn  möglich, sollten Sie sich auch weiterhin bewegen, da Ihnen dies bei der Entbindung zugute kommen wird. Kegel-Übungen zum Beispiel dienen der Stärkung der Gebärmutter-Muskulatur. Achten Sie außerdem darauf ausreichend zu ruhen, um einen hohen Energielevel für die Geburt zu haben.

 

Die Entwicklung des Babys

In der 41. Schwangerschaftswoche ist das Baby komplett entwickelt und versucht eine möglichst bequeme Position in der Gebärmutter zu finden, was sich in einer hohen Bewegungsaktivität ausdrückt. Sein Bewegungsspielraum wird zusehends kleiner, da sich sein Wachstum weiterhin fortsetzt.
Mittlerweile wiegt das Baby etwa 3800 Gramm und ist über 50 Zentimeter lang. Auch aufgrund der eingeschränkten Raumverhältnisse schläft es jetzt sehr viel. Vermutlich wird es sogar einen Teil der Wehen verschlafen. Bei Presswehen wird der Kopf des Babys nach unten gedrückt. Sind diese vorüber, bewegt der Kopf sich wieder nach oben. Dieser Zyklus wiederholt sich solange bis das Baby in den Geburtskanal vordringt und sein Kopf von außen sichtbar wird.
Alle Organe des Babys sind jetzt ausgebildet und die Knochen haben an Stärke gewonnen. Nur Lungen und Hirn entwickeln sich weiter und erreichen ihre Reife erst nach der Geburt. Der Haarflaum, welcher das Baby bisher geschützt hat, ist nahezu verschwunden. Ein kleiner Teil kann hinter den Ohren zurückbleiben.
Sie können weiterhin die Bewegungen des Babys zählen. Sie sollten etwa 10 Bewegungen innerhalb von 4 Stunden zählen. Falls Sie Sorgen um das Wohlergehen Ihres Babys haben, sollten Sie Ihren Arzt verständigen.
Durchschnittlich werden Babys vier Tage nach dem Entbindungstermin zur Welt gebracht.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

Auch während der 41. Woche werden sich noch einige körperliche Veränderungen ereignen.
Im Inneren Ihrer Vagina können stechende und brennende Schmerzen auftreten, welche auf die Position des Babys zurückzuführen sind. Außerdem werden Sie weiterhin seine Bewegungen wahrnehmen. Sie können diese Bewegungen zählen um sicher zu stellen, dass es dem Baby gut geht.
Sollten Sie bisher noch keine Wehenschmerzen verspüren, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren und sich einer Untersuchung unterziehen.
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten die Wehen zu induzieren. Das Platzen der Fruchtblase kann die Wehen in Gang bringen. Sie können ein Scheidenpessar mit Hormongel in Ihre Vagina einführen, um die Wehen voran zu bringen. Im Krankhaus kann ein Tropf verabreicht werden, der wehenstimulierende Hormone direkt in Ihrem Blutkreislauf bringt.
Ihr Baby wird zur Welt kommen wenn es dazu bereit ist. Lassen Sie also keine Panik aufkommen und bereiten Sie sich auf seine Ankunft vor. Sparen Sie alle Ihre Energie für die Geburt auf.
Mögliche Schwangerschaftssymptome in der 41. Woche: Verdauungsprobleme, Sodbrennen, Übelkeit. Essen Sie ballaststoffreiche Speisen und vermeiden Sie Fettiges. Es ist sehr wichtig, dass Sie ausreichende Flüssigkeitsmengen zu sich nehmen.
Möglichweise empfinden Sie eine gewisse Frustration aufgrund des Wartens auf die Geburt.

                                                                                       

Was ist zu erwarten?

Sollten Sie vaginalen Ausfluss beobachten, der einen faulen Geruch hat, müssen Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen, da dies ein Anzeichen für Probleme sein kann.
Nur etwa 5 Prozent aller Babys werden am Entbindungstermin geboren. Bei späteren Geburten wurde meist der Entbindungstermin falsch berechnet. Sie müssen sich um diese Termine keine großen Sorgen machen. Die Geburt wird auf jeden Fall stattfinden.
Sollte Ihr Entbindungstermin ohne Geburt verstreichen, gibt es eine Reihe von Hausmitteln und medizinischen Methoden die benutzt werden können, um die Wehen einzuleiten. Allerdings sollten Sie vor der Nutzung solcher Methoden mit Ihrem Arzt sprechen.
Die Wehen können jetzt jederzeit einsetzen. Seien Sie gut vorbereitet, entspannen Sie sich und freuen Sie sich auf Ihr Baby.