Überblick

Das erste Trimester der Schwangerschaft ist ein wichtiger Meilenstein in Bezug auf die Entwicklung des Fötus. Der Embryo wächst am stärksten während dieser Zeit. Deshalb muss die werdende Mutter besonders vorsichtig sein und den Konsum von Alkohol, Nikotin und Drogen vermeiden.

Sobald die Frau von ihrer Schwangerschaft durch einen bestätigenden Test erfährt, muss sie ihren Lebenswandel zum Vorteil des Babys anpassen. Handelt es sich um die erste Schwangerschaft, kann ihr Beginn von Spannungen begleitet sein. Gespräche mit den Eltern, dem Partner, Freunden und Verwandten und dem Arzt können helfen, diese Spannungen abzubauen sowie Zweifel und Ängste zu überwinden. Auch das Lesen entsprechender Literatur kann hilfreich sein. Eine Frau die zum zweiten Mal schwanger wird, hat mit anderen Problemen zu kämpfen. Sie muss sich zum Beispiel um ihr anderes Kind oder Kinder kümmern. Es ist sehr wichtig, dass die werdende Mutter sowohl mental als auch physisch auf die bevorstehende Geburt vorbereitet ist. Außerdem steht noch die Frage der weiteren Berufstätigkeit und der Betreuung des Kindes im Raum.

Die Entwicklung des Babys beginnt unmittelbar nach der Zeugung. Die Eizelle wird vom männlichen Spermium befruchtet. Die Zellteilung beginnt. Anfangs bewegt sich der Embryo frei im Uterus. Später verankert er sich in dessen Innenwand. Bis zur vierten Woche entwickelt der Embryo drei Schichten (Blätter), aus denen sich dann die verschiedenen Gewebe und Organe bilden.

 

Woche 5

Ihre Symptome: empfindliche Brüste, Müdigkeit, häufiges Urinieren
Entwicklung des Babys: Das Embryo hat jetzt drei Schichten: Die äußere Schicht wird später zum Gehirn und dem Rückenmark werden, die mittlere Schicht wird zum Herz und dem Skelet werden, und die innere Schicht wird zu den Eingeweiden und der Lunge werden.
Größe des Babys: 2,5 mm (Größe eines Sesams)
Was zu tun ist: Machen Sie einen Schwangerschaftstest!

Die Entwicklung des Babys

Der Embryo entwickelt sich sehr schnell während der vierten und fünften Woche. Nach fünf Schwangerschaftswochen ist er fast 5 bis 6 mm lang. Der Embryo verankert sich in der Gebärmutterwand. Außerdem entwickelt sich eine rudimentäre Plazenta und die Nabelschnur. Plazenta und Nabelschnur versorgen den Embryo mit Sauerstoff und Nährstoffen von der Mutter. Der Kopf des Fötus und die Gliedmaßen beginnen sich zu entwickeln. In der Nähe des Kopfes entwickeln sich zwei Gewebefalten, die schließlich zu Ohren werden. Aus den drei Gewebeblättern werden später die inneren, mittleren und äußeren Schichten. Die äußere Schicht bildet das Neuralrohr und das Nervensystem mit Hirn, Wirbelsäule und Nerven. Das Herz und das Kreislaufsystem entwickeln sich aus der mittleren Schicht. Das Herz beginnt zu schlagen. Aus der inneren Schicht werden das Verdauungssystem, die Lungen und das Harnsystem.

Während der fünften Woche entwickeln sich die Augen des Embryos. Mundöffnung und Nasenlöcher erscheinen. Finger und Zehen beginnen sich anzudeuten. Drei unterschiedliche Hirnregionen beginnen sich auszubilden.

 

Veränderungen in Ihrem Körper

 

Hormonelle Veränderungen im Körper (Progesteron und Östrogen) können zu einer Reihe von Symptomen führen. Manche Frauen fühlen sich schläfrig. Andere haben Probleme mit Übelkeit und Erbrechen. In manchen Fällen treten Schwindelgefühle oder sogar Ohnmacht auf. Während der fünften Woche kann Heißhunger auf bestimmte und/oder eine starke Abneigung gegenüber anderen Speisen auftreten.

Symptome wie Bauchschmerzen, Krämpfe und eine unangenehmes Gefühl im Beckenbereich sind möglich. Außerdem kann es durch die hormonellen Veränderungen zu Stimmungsschwankungen kommen. Müdigkeit und Blähungen sind ebenfalls möglich.

Es gibt eine Reihe physischer Veränderungen wie zum Beispiel die Empfindlichkeit der Brüste sowie ein leichtes Kribbelgefühl. In manchen Fällen kann es während der Implantation des Embryos in der Gebärmutter zu leichten Blutungen kommen. Die Schwangerschaft ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich und so kann es sein, dass manche Frauen keine der vorgenannten Symptome erleben.

Bei einer stillenden Mutter, die eine frühe Folgeschwangerschaft hat, kann es zu starken Schwächeerscheinungen und Müdigkeit kommen.

 

Was ist zu erwarten?

Die Mutterschaft ist einer der schönsten Erfahrungen, die eine Frau machen kann. Sie ist ein freudvoller Lebensabschnitt. Eine gute mentale und physische Vorbereitung kann die Schwangerschaft deutlich angenehmer machen. Der erste Monat kann sehr aufregend und schwierig sein. Deshalb ist es wichtig, eine positive Gesamteinstellung beizubehalten und einen gesunden Lebenswandel herzustellen. Die werdende Mutter muss sich gesund und ausgewogen ernähren und ausreichend bewegen. Yoga-Atemübungen können der Frau bei der Vorbereitung auf die Geburt helfen und zur Stressbewältigung beitragen.

Die werdende Mutter sollte sich regelmäßig untersuchen lassen. Außerdem sollte sie ihren Arzt um Hilfe und Rat bitten. Dies wird beim Abbau von Ängsten und Spannungen helfen. Eine Frau die zum zweiten Mal schwanger ist, verfügt bereits über die nötigen Erfahrungen. Trotzdem ist jede Schwangerschaft anders und sollte dementsprechend individuell behandelt werden.