Überblick

In der siebten Wochen sind möglicherweise kaum äußere Veränderungen Ihres Körpers zu erkennen, obwohl Sie sich bereits in der Mitte des ersten Trimesters befinden. Das Baby hat jetzt etwa die Größe einer Erbse. Die internen Veränderungen am Fötus sind schreiten rapide voran und Sie müssen jetzt besonders gut auf Ihre Ernährung und körperliche Verfassung achten. Außerdem sollten Vorsicht walten lassen bei der Langzeiteinnahme von Medikamenten und keine schweren Dinge heben, da dies zu inneren Verletzungen führen kann. Es existieren Tests die Ihnen bereits in dieser Phase das Geschlecht des Kindes verraten. Diese sind jedoch illegal, speziell in Fällen in denen die Eltern sich über das Behalten des Kindes basiert auf seinem Geschlecht entscheiden wollen. Wenn Sie bis jetzt noch keinen Arzt konsultiert haben, um Ihre Schwangerschaft zu begleiten, ist jetzt die Zeit dafür gekommen. Standort und Ruf des Arztes sind besonders dann wichtig, wenn Sie in der Vergangenheit Schwangerschaften mit Komplikationen hatten. Ein gutes Verhältnis zu Ihrem Arzt hilft sehr dabei, Schwangerschaft und Geburt zu erleichtern. Übrigens können Sie bereits mit dem Nähen von Umstandskleidung beginnen, da Sie diese bald brauchen werden.

 

Woche 7

Ihre Symptome: Abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel, Übelkeit, Übergeben
Entwicklung des Babys: Baby hat jetzt Hände und Füße! Die Augen beginnen sich zu entwickeln. Venen sind durch die dünne Haut sichtbar.
Größe des Babys: 8 mm (Größe einer Blaubeere)
Was zu tun ist: Machen Sie einen Termin für Ihre erste Schwangerschaftsuntersuchung, wenn Sie dies noch nicht getan haben. Die meisten Ärzte wollen Sie um die 8. bis 9. Woche sehen.

Die Entwicklung des Babys

In dieser Woche wächst das Baby enorm. Zu Beginn der Woche hat das Baby noch eine Länge von etwa 5 mm. Am Ende der Woche wird es schon doppelt so groß sein. In dieser Phase formen sich alle wichtigen Organe. Außerdem entwickeln sich Haare, Brustwarzen, Augenlieder und die Zunge. Nachdem der Rumpf gerader wird, werden die Ellenbogen und Zehen sichtbarer. Das Baby wiegt jetzt etwa so viel wie eine Aspirintablette. Die Plazenta tritt in Erscheinung und der Kopf des Embryos ist größer als die anderen Körperteile. Die inneren Organe haben sich bereits geformt und das Herz schlägt. Das Baby schwimmt in der Fruchtblase. Die Nabelschnur verlängert sich, um dem Fötus Bewegungsfreiheit zu gestatten. Muskeln und Nerven beginnen zu funktionieren. Das Baby entwickelt Reflexe und kann sich bewegen. Die Brusthöhle ist voll entwickelt und die Entwicklung der Lungen hat begonnen. Das Herz schlägt stark. Der Kopf des Fötus wird deutlicher und lehnt sich in Richtung des Körpers. Der Mund kann sich öffnen und die Augen werden hinter den geschlossenen Membranen sichtbar. Finger und Ohren werden sichtbar.

 

 Veränderungen in Ihrem Körper

Die Veränderungen in Ihrem Körper gehen schrittweise voran. Die Menschen in Ihrem Umfeld können vermutlich noch nicht feststellen, dass Sie schwanger sind. Manche Frauen nehmen etwas Gewicht zu. Andere hingegen verlieren etwas Gewicht aufgrund von häufigem Erbrechen. Gewichtsverlust ist recht normal in dieser Phase, da Heißhunger noch selten vorkommt. In einigen Wochen wird Ihr Gewicht allerdings rapide zunehmen, da der Embryo sein Wachstum beschleunigt. Andere Symptome, die Sie jetzt möglicherweise erfahren, sind: Geschwollene, empfindliche Brüste, Verdunklung der Brustwarzen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, häufiges Urinieren, Verdauungsstörungen, Verstopfung und ein dumpfer Rückenschmerz, welche noch nicht allzu stark ist, aber sich mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft verstärken wird.

Andere Aspekte wie Abneigung gegenüber bestimmten Speisen verschwinden Allgemeinen zu dieser Zeit, da sich der Körper mittlerweile angepasst hat. Es kann sein, dass Sie gelegentlich Heißhunger verspüren, es sei denn Übelkeitssymptome gewinnen die Oberhand. Die Aufnahme von reichlich Wasser hilft bei der Vermeidung von Verstopfung.

 

Was ist zu erwarten

Manche Frauen haben weiterhin Probleme mit Übelkeit. 70-80% aller schwangeren Frauen haben in dieser Phase Übelkeitssymptome, welche auf die vermehrte Bildung von Schwangerschaftshormonen zurück gehen. Sie können diesen Symptomen entgegen wirken, indem Sie häufige aber kleine Mahlzeiten einnehmen und noch vor dem Aufstehen etwas essen. Außerdem können Sie an einer Zitrone riechen oder Melone essen. Vermeiden Sie stark gewürzte Speisen. Lassen Sie keine Mahlzeiten aus und legen Sie sich nicht unmittelbar nach dem Essen hin. Ruhen Sie ausreichend während des Tages und nehmen Sie täglich Vitamin B6 Tabletten. Sollten Ihre Übelkeitssymptome stärker werden und Sie nicht in der Lage sein, Nahrung bei sich zu behalten, könnte es sich hierbei um eine Erkrankung handeln. Milde Formen dieser Erkrankung können mit Ernährungsveränderung, Ruhe, Akupressur,  Kräutern und bestimmten Medikamenten behandelt werden. In schweren Fällen ist ein Krankenhausaufenthalt nötig, bei dem Nährstoffe intravenös verabreicht werden, um eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit, Vitaminen und Elektrolyten sicher zu stellen.