Überblick

In dieser Periode können erste äußere Veränderungen am Körper der Frau auftreten. Im Inneren hingegen laufen bereits rapide Prozesse ab. Die embryonale Phase nähert sich dem Ende und die fötale Phase beginnt. Die Wahrscheinlichkeit einer Missgeburt geht ab jetzt ebenfalls stark nach unten. Der Uterus hat die Größe einer Grapefruit. Vermutlich ist der Hüftumfang leicht angestiegen. Aufgrund von Übersäuerung kann es zu Verdauungsstörungen und Sodbrennen kommen. Außerdem können Blähgefühle auftreten, die auf Wasserretention zurück gehen. Sie können jetzt weit geschnittene Kleidung und Schuhe tragen. Denken Sie daran kleine aber häufige Mahlzeiten zu sich zu nehmen, um einer Übersäuerung entgegen zu wirken, welche wiederum zu Übelkeit führen kann. Während der achten Woche können starke Übelkeit und Erbrechen auftreten. Ein gute Ernährung und ein gesunder Lebenswandel können diese Symptome abmindern.

 

Woche 8

Ihre Symptome: Vergrößerte Brüste, Müdigkeit, Übelkeit, Übergeben
Entwicklung des Babys: Finger und Zehen mit Schwimmhäuten bilden sich und der Schwanz verschwindet.
Größe des Babys: 1,4 cm (Größe einer Himbeere)
Was zu tun ist: Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt über Schwangerschaftsuntersuchungen. Entscheiden Sie, welche Tests Sie wollen. Optionen wären Bluttests, Ultraschall und Fruchtwasseruntersuchungen.

Die Entwicklung des Babys

Mittlerweile hat der Embryo alle Merkmale eines erwachsenen Menschen. Die Ohren entwickeln sich sowohl intern als auch extern. Zehen und Finger werden länger und die Gesichtszüge werden deutlicher. Die Augenlieder entwickeln sich und die Nasenspitze ist gut erkennbar. Das Baby streckt sich und der embryonale Schwanz verschwindet. Das Geschlecht des Babys ist mittlerweile bestätigt, aber die externen Geschlechtsteile sind noch nicht klar sichtbar. Die embryonale Entwicklung geht dem Ende entgegen und die fötale Periode beginnt. Die Körperstruktur des Babys besteht noch aus Knorpel, aber ab de 47. Tag beginnen Knochenzellen an die Stelle des Knorpels zu treten. Das Gesicht und der Kiefer sind gut ausgebildet, einschließlich der Zähne und den Gesichtsmuskeln. Die Knochen der Beine und Arme werden härter und die Gelenke beginnen sich zu entwickeln. Die wichtigen inneren Organe sind jetzt platziert, aber noch unterentwickelt. Sie werden in den nächsten Wochen wachsen. Der Embryo ist etwa 2,5 cm lang, hat die Größe einer Bohne und wiegt etwa 3 Gramm. 

 

Veränderungen in Ihrem Körper

Zu dieser Zeit werden äußerliche Veränderungen sichtbar. Der Uterus wächst zur Größe einer Grapefruit heran. Es mag Ihnen nicht auffallen, aber Ihr Blutvolumen steigt um 40 bis 50 Prozent. Möglicherweise kommt es zu merklichen Veränderungen der Brüste. Sie können empfindlich werden, während sich der Körper auf das Stillen vorbereitet. Aufgrund der gestiegenen Blutversorgung kann es zur Bildung von Krampfadern in den Brüsten kommen. Die Brustwarzen und die umgebenden Hautpartien werden oft dunkler. Kleine Drüsen entwickeln sich auf den Warzenhöfen. Die Brustwarzen vergrößern sich möglicherweise. In manchen Fällen wird eine dicke, gelbe Flüssigkeit namens Vormilch abgesondert. Da sich der Hormonhaushalt von Frau zu Frau unterscheidet, unterscheiden sich auch diese Symptome in ihrer Ausprägung. Frauen mit großen Brüsten können Stütz-BHs kaufen, welche Hautausschlägen und Hängebusen vorbeugen. Sie können außerdem Creme gegen Dehnungsstreifen verwenden, um deren Entstehung in der späteren Schwangerschaft vorzubeugen. Es können Krämpfe und Schmerzen im unteren Bauchraum  auftreten, da der Uterus jetzt wächst. Manche Frauen verspüren Spannungen oder Kontraktionen im Uterus, sowie gelegentliche Schmerzen bis in die Beine.

 

Was ist zu erwarten?

Manche Frauen die bislang Gewicht verloren haben, könnten nun wieder auf ihr normales Gewicht kommen und werden dann kontinuierlich zunehmen. Der Körper hat sich an die internen Veränderungen angepasst. Übelkeit und Erbrechensymptome ebben nun ab. Nur in Einzelfällen kann es zur Verschlimmerung kommen. Dies hängt vom Toleranzlevel des Körpers ab. Mittlerweile haben Sie wahrscheinlich einen Arzt gefunden und gehen zur regelmäßigen Voruntersuchung. Falls Sie zum ersten Mal zum Arzt gehen, bringen Sie etwas Zeit mit, da Details zu Ihrer Krankengeschichte, medizinischen Problemen, Verhütungsmethoden, zurück liegenden Abtreibungen oder Missgeburten, Medikamenten und Allergien gesammelt werden. Außerdem wird eine innere Untersuchung vorgenommen, um sicher zu stellen, dass alles in Ordnung ist. Der Arzt kann Eisentabletten oder Vitamine verschreiben, falls er einschätzt, dass Sie diese brauchen. Es kann ein Pap- Abstrich und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, um die richtige Entwicklung des Fötus festzustellen. Der Arzt wird Sie um die Durchführung einiger Tests bitten, wie z.B.: Bluttest zur Feststellung von Hämoglobinwerten, Rhesusfaktor und Blutgruppe, HIV-Test, Tuberkulose, Fibrose, Hämatokritwerte. Außerdem wird Ihnen der Arzt möglicherweise Empfehlungen bezüglich Ihrer Ernährung, körperlicher Ertüchtigung, Gewichtszunahme, Missgeburtsvorsorge, Umweltgefahren, Fieber und Medikamenten geben wollen. Sie können Fragen zum Verhalten in Notfällen und der Geburt stellen. Das Krankenhaus wird alle Informationen aufbewahren und Ihnen auf Wunsch eine Kopie ausstellen. Sie werden gebeten zur monatlichen Folgeuntersuchung zu kommen, um die Gewichtszunahme und andere Fortschritte zu beobachten.