Obwohl es stimmt, dass man bestimmte Nahrungsmittel und Getränke während der Schwangerschaft nicht einnehmen sollte, werden Sie vielleicht überrascht sein, wenn Sie erfahren, dass andere tatsächlich sicher sind.

Sushi:
Die Bedenken bei Sushi liegen bei den potentiell hohen Mengen an Quecksilber und der Möglichkeit, dass roher Fisch Bakterien und Parasiten enthalten kann, welche unsicher für schwangere Frauen sind. Hohe Mengen an Quecksilber zu konsumieren kann ein echtes Probleme bei der der Entwicklung des Nervensystems des Babys sein; jedoch gibt es viele Sushivariationen, die mit Fisch zubereitet werden, bei denen wenig Quecksilber enthalten ist, und während der Schwangerschaft als sicher gelten wie Lachs, Krabben und Forellen. Sie sollten jedoch Sushi mit einem hohen Quecksilberanteil wie Schwertfisch und Makrele. Andere Bedenken liegen darin begründet, dass Fisch Bakterien enthalten kann. Die Chance auf eine Lebensmittelvergiftung ist bei Schwangeren genauso hoch wie bei anderen Menschen. Jedoch kann eine starke Lebensmittelvergiftung zu Dehydrierung oder einer Fehlgeburt. Manches Sushi wird tatsächlich mit gekochtem Fisch zubereitet, wenn Sie sich also Sorgen machen, dann sollte Sie sich für ein solches entscheiden. Jedoch wird roher Fisch üblicherweise schockgefrostet, was potentiell gefährliche Bakterien und Parasiten tötet und es sicher macht. Wenn Sie Sushi lieben, gibt es keinen Grund es (in Maßen) zu genießen.

Koffein:
Koffein hat die Reputation Fehlgeburten und Frühgeburten hervorzurufen, aber Studien dazu sind nicht eindeutig. 2008 wurden zwei Studien zu dem Thema erstellt. Eine (veröffentlich im American Journal of Obstetrics and Gynecology) fand heraus, dass Frauen die mehr als 200 mg Koffein pro Tag konsumierten, eine doppelt so hohe Chance auf eine Fehlgeburt hatten, als Frauen die kein Koffein zu sich genommen haben. Die andere Studie (veröffentlicht in Epidemiology) konnte keine erhöhte Gefahr für Fehlgeburten bei Frauen die 200 – 350 mg Koffein pro Tag zu sich nahmen feststellen. Die gegenteiligen Ergebnisse sollten weitere Untersuchungen in diesem Gebiet anregen; jedoch stimmen die meisten Experten damit überein, dass Koffein in Maßen sicher ist. Moderaten Mengen an Koffein (150 mg) konnten keine nachteiligen Effekte auf die Schwangerschaft nachgewiesen werden. Ein Becher mit 0,4 L Kaffe hat etwa 200 mg Kaffein. Genießen Sie also eine kleine Tasse Kaffe am Morgen (aber trinken Sie keine Fünf).

Künstlicher Süßstoff:
Künstlichen Süßstoff findet man in vielen zuckerfreien Nahrungsmitteln und Getränken. Manche Menschen glauben, dass künstlicher Süßstoff Probleme bei dem Baby und der Schwangerschaft auslösen, aber es gibt keine Beweise dafür. Es gibt nur begrenzte Forschungen auf diesem Gebiet; jedoch sind sich Experten einig, dass künstliche Süßstoffe wie Aspartam und Splenda in Maßen sicher für schwangere Frauen sind. Bei Sweet n’ low konnte nachgewiesen werden, dass es die Plazenta überquert. Die Effekte auf das Baby sind unbekannt aber Sie sollten sicherheitshalber bei den anderen Süßstoffen bleiben.

Ein weiterer Mythos im Zusammenhang mit Essen ist die Idee, dass man für zwei essen müsse. Schwangerschaft kann anstrengend sein, und es erhöht den Energieverbrauch. Jedoch ist die zusätzlich gebrauchte Energie eher minimal. Die meisten Frauen brauchen etwa 300 zusätzliche Kalorien (zB ein Apfel und ein Glas Milch) pro Tag im ersten und zweiten Trimester und bis zu 500 zusätzliche Kalorien im dritten Trimester. Sie brauchen sicherlich nicht die doppelte Menge an Essen zu sich nehmen, und wenn Sie dies tun, erhöhen Sie die Chance auf exzessives Übergewicht, welches es schwerer machen wird, nach der Geburt Gewicht zu verlieren.

Solange Sie es in Maßen tun, ist es sicher Sushi und anderen Fisch, Koffein und künstliche Süßstoffe zu sich zu nehmen. Etwas in Maßen zu tun, ist ein wichtiger Grundsatz bei allem, was Essen betrifft. Vergessen Sie nicht, Sie essen nicht wirklich für zwei und brauchen nur ein paar zusätzliche Kalorien, und versuchen Sie Ihr Bestes, diese zusätzliche Kalorien durch vitaminreiche, nährstoffreiche Nahrungsmittel hereinzubekommen.